Wie werde ich Heilpraktiker?

Der Beruf des Heilpraktikers ist einer der Schönsten, den man überhaupt ausüben kann. Man ist in der Lage, Krankheiten zu behandeln, Leiden zu lindern und seinen Patienten zur Seite zu stehen. Der Trend zur Naturheilkunde hält seit Jahren ununterbrochen an. Dies erklärt auch die wachsende Wertschätzung und Akzeptanz des Heilpraktikerstandes. Das sich der Heilpraktiker als wertvolle Ergänzung des medizinischen Spektrums etabliert hat, zeigt sich auch in den Behandlungszahlen. Im Jahr 2008 haben Heilpraktiker mehr als 12 Millionen Behandlungen durchgeführt. Im Jahre 2009 waren es schon 15 Millionen Behandlungen (Quelle: Zeit-Online). Hiervon ausgehend, können Berufsneulinge einer hervorragenden Zukunftsperspektive entgegenblicken.

Die amtsärztliche Heilpraktikerprüfung

Patienten die einen Heilpraktiker aufsuchen, vertrauen in dessen Wissen und Fähigkeiten. Daher muss gewährleistet sein, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt ist. Um dies sicherzustellen, schreibt der Gesetzgeber eine amtsärztliche Heilpraktikerprüfung vor. Erst wenn diese bestanden ist, wird eine Berufserlaubnis erteilt. Die Prüfung wird an dem für Ihren Wohnort zuständigen Gesundheitsamt abgelegt und besteht aus zwei Teilen:

  • eine schriftliche Prüfung (ca. 60 Multiple-Choice-Fragen)
  • eine mündliche Prüfung (ca. 45 Minuten Prüfzeit)
Voraussetzungen zur Prüfungsteilnahme

Um zur Heilpraktikerprüfung beim Gesundheitsamt zugelassen zu werden, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen...

  • ... einen Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialabschluss vorweisen
  • ... das 25. Lebensjahr vollendet haben
  • ... ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge vorlegen
  • ... ein ärztliches Attest vorlegen (es darf keine berufsbehindernde Erkrankung vorliegen, z.B. Blindheit)